Berliner Unterwelten – Oktober 2018

Last day in Berlin…

Zuvor dachte ich mir noch, was soll ich noch einen ganzen Tag, ohne Hotel, bis zum Abend in Berlin und hab mir daher den nachmittags Zug gebucht. Am Ende wäre ich um jede weitere Stunde froh gewesen. Ich hab noch soviel vor, soviel nicht gesehen, die Liste der Dinge die ich sehen wollte, wurde in 4 Tagen nur länger als kürzer. Dabei hätte man diese 4 Tage nicht besser nutzen können.

Ich war bis zum Frühstück unentschlossen, ob ich durch Kreuzberg scharwenzel, zum Mauerpark-Flohmarkt gehe, immerhin sagt jeder man müsse einen Berliner Flohmarkt mit machen, oder eine gemütliche Spree-Tour mit nem feinen Spree-Spritz. Ich glaub ich hab n neues Wort erfunden 🙂 Spree-Spritz kannte noch kein Hashtag, stellt euch das mal vor!

Dann kam wieder alles anders… der Flohmarkt sollte es werden. Aber an der U-Bahn an der ich umsteigen musste, Gesundbrunnen, hab ich dann die Berliner Unterwelten entdeckt. Eine Organisation, die die Berliner Unterwelten, die Luftschutzbunker, geheime Gänge, frühere Operationssäle etc. wieder zugänglich macht. Die dunkle Geschichte Berlins zu Kriegszeiten nahe bringt. Da wo es passiert ist. Wie kann ich daran vorbei gehen? Zumal ich eh nicht auf gebrauchten Schrott vom Flohmarkt stehe. 10 Minuten später stand ich in einem original Luftschutzbunker, direkt neben der U-Bahn gelegen, laut Zeitzeugen sollen sich die vorbei rauschenden U-Bahnen auch so anhören, wie damals Fliegerangriffe. Es ist gruselig. Alles was man da sieht, die Erzählung des Führers… ok, falsches Wort an dieser Stelle, des … wie sagt man… Gruppenleiter, Erzähler? Der der uns halt alles erklärt. Er macht das hervorragend, bildlich kann man sich’s vorstellen. An manchen Stellen muss ich mit den Tränen kämpfen. Begriffe wie Bombenwetter haben nun eine andere Bedeutung. Laut dem Kollegen ist das in der damaligen Zeit entstanden. War das Wetter besonders gut, besonders wenig Wolken, war Bombenwetter. Um Bomben abzuwerfen.

Ich kann die Berliner Unterwelten, die mehrere Touren anbieten, nur jedem ans Herz legen. Sie finanzieren sich ausschliesslich über Eintrittsgelder, was mit 11 Euro auch nicht teuer ist. Es lohnt sich sehr! Plant euch das ein bei eurem nächsten Berlin Besuch.

Berlin, Du fesselst mich!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s