Marokko 2018 – Paradise Valley & Immuzzer

 

Next Step also heute Paradise Valley bis nach Immuzzer.

Den Reisetyp von Thomas Cook extra noch gefragt ob es sehr schlimme Serpentinen sind, verneinte der. Selber schuld, wenn ihm dann ein Kind in den Bus kotzt.

 

Na ganz so kam es nicht. Aber zäh wars schon. Bubi musste sich mehrmals stark konzentrieren um nicht den Bus voll zu spucken.

Was hab ich geschwitzt.

Aber zum Glück gabs schon den ersten Stopp nach 45 Minuten. Hübsche Aussicht in eine wunderschöne Landschaft. Marokko ist so vielfältig, das muss man gesehen haben. Achtung – ich wiederhole mich – Marokko Empfehlung!! Man fährt tief in Schluchten hinein und plötzlich steht man vor einer grünen Palmenoase. Hier gibt es Cafés deren Stühle und Tische im seichten Flussbett stehen. Spa inclusive. Kleine Fischchen sollen an den Füssen knabbern waehrend man Käffchen schlürft. Brauch ich nicht. Hab super Füße.

 

Nächster Foto-Stopp war dann irgendeine Aussichtsplattform ins Tal. Heilfroh dort oben angekommen zu sein, ohne dass wer den Bus besudelt hat, hab ich den Kindern ihre Belohnung dafür gekauft. Statt Foto gab es also frischgespressten Orangensaft, und der ist hier sowas von süß, und fürn Großen ne Cola. Ich red mir immer ein, dass Cola ja gut für den Magen ist. 6 Euro hat der Kollege kassiert, was fast Münchner Preisen entspricht und somit wohl heißt, dass ich sauber verarscht wurde. Aber in so abgelegenen Regionen denk ich mir einfach, dass es die Menschen gut brauchen können, weil ja kaum wer vorbei kommt.

 

Der letzte Stopp waren dann die Wasserfälle von Immuzzer, die leider zu der Zeit kaum Wasser führen. Egal, nen mutigen Springer gab es dennoch, der ins 40 Meter tiefe Natur-Becken gesprungen ist. Das alles da ist ein einziger Spielplatz… man kann durch kleine Bäche steigen, über Felsen klettern, sich vom Wasserfall voll regnen lassen und auf sämtliche Bäume steigen, weil irgendwie jeder Ast waagrecht wächst. Die Kids könnten es wohl ewig aushalten. Ich auch. Nur leider der Rest der Truppe nicht. Der dürfte zum Großteil jenseits der 60 sein und hat kein so großes Interesse mehr auf Bäumen rumzuklettern. Leider haben diese Leute auch nur Interesse daran ein Foto zu machen und dann wieder zurück zum Bus. Ali, unser Reiseleiter kann das gar nicht verstehen, warum die Truppe schon von selbst wieder zurück zum Bus tappst. Uns muss er immer einsammeln. Ich glaub er mag uns.

 

Der nächste Stopp auf der Heimfahrt war dann eine Arganöl-Stiftung. Ali war ganz verzückt, dass die Kinder schon vor deren Toren die Schalen der Arganfrüchte aufgesammelt hatten (und da lagen tausende… sollte so ne Art Kies sein), weil in deren Hüllen zauberhafte Muster geprägt sind. Sieht wirklich schön aus und so müssen natürlich die schönsten gesammelt werden. Auch waren wir die einzigen die versucht haben, wie die arbeitenden Frauen (es haben wirklich Frauen da gearbeitet, vielleicht lag es an der Tatsache, dass es eine Stiftung war), eine Argannuss mit einem Stein zu öffnen. Gar nicht so einfach, wenn man sich nicht 25x mit dem schweren Stein auf die Finger klopfen will. Die Kids haben es deutlich schneller geschafft als ich und wollten eine Nuss nach der andern knacken. Ich hätte die beiden sicher als gute Angestellte untergebracht.

 

Dann gabs Tee. Franzl hat im Reiseführer „Marokko for Kids“ von mir vorgelesen bekommen, dass der Tee hier immer unglaublich gesüßt wird und schlug direkt zu. Und es stimmt. Jeder Tee hier schmeckt gleich. Nämlich nach Zucker. Ganz Bubi‘s Gusto. Teure Seife gekauft, damit die Leute auch von was leben können, kleine Spende den arbeitenden Damen gegeben, ging’s wieder weiter. Wieder mal als die letzten im Bus.

 

Was bei solchen Ausflügen leider auffällt ist, dass viele Menschen nur noch des Foto wegens aussteigen und gut ist. Das ist schade, man sieht die Natur kaum mehr, das was um einen rum passiert. Nicht dass ich nicht auch die ganze Zeit knipsen würde, aber ich meine zumindest, das was ich da sehe und erleben darf  etwas mehr zu schätzen, als der Rest. Dabei ist es doch ein Privileg solche Reisen machen zu können.

 

Wir kommen irgendwie wieder heil in Agadir an und das wurde dann nochmal mit beiden Kids brenzlig. Nachdem die Fahrt dann doch etwas lang wurde und beide Kids quengelig,  wurde das iPad ausgepackt. Schlaue Mami natuerlich mit dem Spruch, dass lesen oder halt spielen nicht förderlich ist, wenn einem eh schon schlecht ist, wurde der Zustand -oh Wunder- auch nicht besser. Und ich würde lügen, wenn auch Daddy´s Girl -also ich- nicht kurz davor war sich zu erleichtern. Also echt… den Reisetyp von Thomas Cook wenn ich nochmal erwische… eigentlich hätte man ihm in den Bus kotzen sollen. Pff….

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