Marokko 2018 – 1. Tag

Also gegen den Zimmertausch hab ich mich dann doch entschieden. Die Nacht war laut. Für mich sehr laut, für die todmüden Kinder zum Glück nicht. Die Clubdisco zuerst und dann die permanent bellenden Hunden und schreienden Möwen. Wahnsinn. Nun ein Zimmer zu nehmen, was zentraler ist, dürfte dem gleich kommen, als stünde der DJ mit seinen Boxen direkt neben meinem Bett. Also lass ich den Versuch lieber. Außerdem findet Franzl unsere Bruchbude schön.

 

Morgens aus dem Fenster geschaut, und morgens heißt hier 6 Uhr… zu deutscher Zeit ist das 8 und entsprechend früh waren wir wach… also aus dem Fenster geschaut, hatte ich echt Sorge, dass das diese Woche mit dem Wetter nix wird. Aber zum Glück reißt es angeblich immer mittags auf und wird dann dank dem immer wehenden Wind angenehm warm. Besser zu ertragen als heißes Wetter bei uns. Wir sind dann direkt zum Beach spaziert, an dem es dich dann wieder fast wegbläst. Was wohl normal ist, wenn man sich ne Kite & Surfregion rauspickt. Nicht lang hat´s gedauert wurde den entzückenden Kindern zuckriges Schmalzgebäck geschenkt, von nem Marokkaner der mich dann zugequatscht hat. Ich bin einfach zu gutgläubig zu denken, dass er dafür kein Geld wollte. Aber sein Pech, wenn er´s den Kids andreht, die bei sowas niemals nein sagen würden und Mutti kein Geld dabei hat. Naja, hatte ich schon, aber nur große Scheine aus der Wechselstube, die wollt ich jetzt da nicht auspacken.

 

Ansonsten hält sich das mit anquatschen… blonde Frau allein und so… echt in Grenzen. Wurde mir ja wieder ausgiebig im Vorfeld erzählt. Man muss wohl nur mit Kindern reisen oder ich bin uninteressant, weil ich mich an die Regeln eines muslimischen Landes halte… nämlich Schulter- und Kniebedeckt. Da rennen hier ganz andere rum. Das dicke deutsche Girl am Beach neben mir, hatte irgendwie gar nix über´m speckigen Arsch.

 

Und dann hab ich´s echt getan! Den Trip nach Marrakech morgen gebucht. Auweia… ich bin sehr gespannt. Aber Franzl lag mir so in den Ohren. Dem hab ich wohl einfach zuviel von dieser Märchenstadt vorgeschwärmt. Also zieh ma‘s durch! Die alten deutschen Touris neben mir, haben nur den Kopf geschüttelt. Pfff… Anstrengend wird’s werden. Aber mei, ein Tag meines Lebens… ich werd’s überleben!

 

Kinder können jetzt übrigens perfekt englisch… der Satz „three Spezi, please“ kommt ihnen auch mehrfach am Tag über die Lippen. Sind schon ganz stolz und zutraulich und ja, der Marokkaner mag Kinder. Kein Zweifel.

 

Ein Bild für Götter war übrigens meine Sissi am Strand. Den beiden wurde von irgendwem gleich Sandspielzeug geschenkt. In einer Tour haben sie aus den hier überall geläufigen Plastikbechern Meerwasser zu unserer Liege transportiert um dann ne Burg zu bauen. Zwischen Meer und Liege war ein provisorisches Fußballfeld einiger Jungs… Sissi´s Eimerchen ist direkt im Tor eines Teams runter gefallen (selbstverständlich hatte sie nicht mal gecheckt, dass sie durch ein Fußballfeld spazierte), sie hat sich seelenruhig hingesetzt um ihr Zeugs wieder zam zusammeln, genau in dem Moment in dem das eine Team das Tor hätte schiessen können. Aber die netten Marokkaner würden ein süßes blondes Lockenköpfchen niemals abschießen. Ganz reizend haben sie sie vom Spielfeld begleitet. Wirklich wirklich sweet!

 

So… heut muss es früh ins Bett… Gott, mir ein Rätsel wie ich schlafen soll. Aber wenigstens werd ich mit der Abfahrtszeit nach Marrakech wenig Probleme haben nachdem wir ja die 2 Stunden später aus Germany gewohnt sind und dementsprechend 2 Stunden früher wach sind als nötig…

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