Magic Marokko – Tag 1 – 7. März 2017

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Da bin ich wieder … Jahre später gibt’s mal wieder einen Reisebericht über eine wirklich erwähnenswerte wundervolle Reise…

Tag 1 – Taroudant (klein Marrakech) – 7. März 2017

Es geht los…  eine Minute bevor der Wecker geklingelt hätte, wache ich auf. Natürlich nicht zum ersten Mal in dieser Nacht. Wer schläft schon gut und fest, wenn er weiß, dass er früh um 4:45 Uhr aufstehen muss, 15 Minuten Zeit hat und dann schon in der S Bahn zum Flughafen sitzen muss. Ich nicht. Dennoch bin ich einigermassen fit. Immerhin bin ich schon gegen halb 9 ins Bett. Die größte Kunst war, dass die Kinder, die in der „letzten“ Nacht natürlich bei mir im Bett schliefen, nicht aufwachten. Spätestens dann hätte es Abschieds-Gezeter gegeben, was mir den Abschied sehr viel schwerer gemacht hätte.

Wenige Stunden später steige ich in Agadir aus dem Flugzeug und bin sofort umhüllt von absoluter Hitze. Natürlich war mir bewusst, wieviel wärmer es in dieser besonders heißen Woche werden würde (gemeldet waren sagenhafte 30 Grad), verglichen zum -zugegeben grad milden- Winter bei uns. Aber so eine Hitze hatte mich dann doch überrascht.

Mein Fahrer, der wunderbare George Clooney, stand schon bereit.

… nicht ganz. Er sieht aber immerhin aus wie George, da waren wir uns alle einig, heißt Mohammed und wird eine Woche lang den Jeep steuern, mit dem ich Marokko erkunden werde. Mohammed, der eigentlich perfekt deutsch spricht, so perfekt wie leise, dass ich die ganze Zeit dachte er redet arabisch oder irgendwas anderes. Verstanden hab ich nichts, am Ende wars Deutsch. Aber umso länger man wen kennt, umso mehr kennt man seine Marotten. Bei Mohammed heißt das einfach, ganz nah ran gehen mit dem Ohr, dann geht’s. In welcher Sprache auch immer hab ich verstanden, dass wir noch auf andere Gäste warten. Wir stehen da also in der prallen Sonne, weil dank verschärfter Sicherheitsvorschriften niemand mehr länger als nötig im Flughafengebäude bleiben darf. Mohammed bot mir noch einen schattigen Platz in der kleinen Zeltüberdachung direkt neben uns an, wo schon jede Menge andere Fahrer auf ihre Gäste warteten. Mit großer Klappe hab ich dankend abgelehnt… von wegen ich liebe Sonne und in Deutschland is ja grad Winter. Ein Glück kam schon Marion ums Eck, meine Yogalehrerin und Reiseleiterin, die mich eingesammelt hat. Die Blösse nach 2 Minuten in den Schatten zu kriechen, wollt ich mir doch nicht geben. War das ne Hitze!

Marion also (zu finden unter yogitrip.com), diese wunderbare Österreicherin, die nach Marokko ausgewandert ist. Hier Yoga Rundreisen anbietet, durchs Land, an der Küste oder auch nach Marrakech. Mit der ich im Vorfeld schon viel und nett geschrieben hatte, entpuppt sich als eine absolut liebenswürdige, gelassene, vor allem lustige Person. Sie und ihr Lebensgefährte Hannes, sowie das Baby Mio (ihre Hundedame) muß man einfach mögen. Ich hab die beiden also erstmal paar Stunden exklusiv, weil alle andern 6 Gäste erst mit späteren Flugzeugen ankommen. Wir haben sofort einen Draht zueinander und verstehen uns prächtig. Die Fahrt ins wunderschöne La Zitoune Hotel in Taroudant dauert etwa 45 Minuten. 45 Minuten die ausreichen um sich direkt anzufreunden.

Im Hotel angekommen, soll ich erstmal was essen. Hunger hab ich keinen. Der Rest vom Condor-Sandwich gammelt in meiner Tasche vor sich hin. Aber es soll hier so wahnsinnig gut schmecken, ein Schweizer führt das Hotel und Küche, da kann ich natürlich nicht nein sagen. Und es war nicht zuviel versprochen. Die Avocado Pampe mit Baby Garnelen, die eher Riesen Garnelen waren, war fantastisch. Ganz zu schweigen vom zuckersüssen frisch gepressten Orangensaft. Aber den frisch gepressten Orangensaft können sie hier alle. Die süßesten Orangen kommen offensichtlich aus Marokko. Wenig später kamen dann die nächsten 3 Gäste samt meines Koffers. Der passte nämlich nicht mehr in unseren Jeep.

Der 1. Eindruck meiner Mitreisenden war ganz gut. Nett in jedem Fall. Die euphorische Maria, die mich gleich mit „Du bist aus München? Ich lieeeebe München“ begrüsste und dann noch Wolfgang mit Tochter Jana aus Wien, was ja seit kurzem eh meine 2. Lieblingsstadt ist. Dennoch, sehr gesprächig war ich erstmal nicht. Seit kurz vor 5 auf den Beinen, im brütendheißen Marokko, wollt ich nichts mehr, als mich in meinen Bikini schmeissen und ab zum Pool. Und der war vielleicht herrlich… perfekt temperiert. Angenehme Erfrischung, aber nicht zu frisch. Ein Träumchen! Orangen hingen über meiner Sonnenliege, die Sonne war angenehm, nicht mehr allzu heiß. Es war herrlich. Dass die Orangen nur Zierorangen waren, ich sie aber dennoch verspachtelt hab, war natürlich doof. Aber ein Glück, gabs kein Veto aus meinem Bauchraum. Gewundert hatte ich mich tatsächlich, wie diese bitteren Dinger einen so süßen Saft abgeben können. Nun gut, sie waren auch nicht zum essen gedacht. Möp.

Gegen 17.30 sind wir dann zum ersten Ausflug losgezogen. Yoga sollte es heute noch nicht geben. Weitere 3 Gäste kamen erst noch später. Wir sind dann zu viert nach Taroudant. Laut Reiseführer Marrakech ganz ähnlich, nur ursprünglicher. Im ersten Moment, so ganz frisch in dieser Welt, war es durchaus befremdlich. Auf den Plätzen, in Cafes sieht man fast nur Männer. Auf dem kleinen Marktplatz sassen auch schon die ersten Schlangenbeschwörer oder wie immer man die Kollegen auch nennt, die da ihre Kobra tanzen lassen. Natürlich nur gegen Cash. Für den ersten Tag brauchte ich noch keine Kobra, wir sind erstmal in den Souk gesteuert. Probierten Arganöl und Erdnussbutter, wurden das ein oder andere mal angesprochen, liessen uns einfach treiben. Es ist laut und durchaus wuselig, aber zu keiner Zeit fühlt man sich unwohl. Ganz im Gegenteil. Mir gefällts!

Zurück im Hotel sind wir 2 mehr. Zwei nette Schweizerinnen -Karin & Heidi- sitzen im Garten. Eine aus Zürich, eine aus dem Berner Oberland.  Ich wunderte mich, als Maria die liebe Karin, die ich die ganze Reise über mit der lieben Heidi verwechselt hab, mit „Du bist aus Zürich? Ich liiiiiebe Zürich“ begrüsste. Zufall? Gleiche Liebe zu München, wie zu Zürich 😉 Am Ende der Reise sollte ich Maria lieben. Die mit ihrer Begeisterung, ihrer Fröhlich- und Herzlichkeit einfach umwerfend ist. Was hatten wir für einen Spaß!

Eine schnelle Dusche und dann gibt’s das leckerste Essen an das ich mich seit langem erinnern kann. Sagenhaft!! Die letzte im Bunde hat dank französischem Lotsenstreik Verspätung, obwohl sie auch noch Geburtstag hätte und die Torte schon wartet. Aber wir andern sind alle zu ko um sie abzuwarten, ausserdem kennt man sich ja eh noch nicht, da ist das schlechte Gewissen nicht zu ausgeprägt. Gegen halb 10 falle ich dennoch als letzte ins Bett. Ein Gläschen Wein intus. Logisch, muss sein, kostet verhältnismässig viel in Marokko, aber wer aus München ist, ist ja einiges an Preisen gewohnt. Gute Nacht, ich freu mich auf meine 1. Yoga Session morgen früh um 6! Du lieber Himmel, um 6!!!

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