Fang ich mal mit meinem neusten Familienzuwachs an. Immerhin wird euch der hoffentlich bald hier öfter begegnen. Warum ich hoffentlich schreibe? Weil ich hoffe, dass er auch noch paar Kilometer fährt.
Bernd, der Bus, ist mein erfüllter „Immer schon-Traum“. Bernd ist ein VW Bus, genauer gesagt ein T4. Kenner können jetzt ausrechnen, wie alt er ungefähr ist. Sagen wir so, für ein Auto ziemlich alt, im Vergleich zu mir, in den besten Jahren. Den Namen hat er von seinem Vorbesitzer. Bernd, mein guter alter Spezl, der den Van letztes Jahr auf Instagram verkauft hat.
Hübsche Bilder, strahlendes weiß, eh die allerbeste VW Bus Farbe, schwarze Scheiben, sportliche Aufkleber, dass ich mir selbst noch sportlicher vorkomme und – halt dich fest – 5.000 Euronen. Gekauft!
Ehrlich gesagt, hab ich auch erst danach gemerkt, dass die Farbe eines Autos und dass Bernd, der Freund, ne Schaukel, die man an passende Bäume anbringen kann (hab nur noch keinen passenden gefunden) oben drauf legte, nicht der Kaufgrund sein sollten.
Mehr Sinn macht wohl eher das Ablaufdatum des TÜV, KM Stand, Rost. Naja, sagen wir so, TÜV hat gepasst, immerhin noch ein gutes Jahr. Dass in diesem Jahr eigentlich immer schlechtes Wetter war, wenn ich hätte damit losfahren können, kann ja keiner wissen. Rost durchaus vorhanden, wenn auch akzeptabel und vor allem nicht an schlimm relevanten Stellen. Aber der KM Stand… räusper… stolze 378.000 km hatte das Schätzchen. Nun heißt es ja immer, ach, die VW Dinger fahren ewig. Hmm, stimmt schon, meist ist damit aber ein Diesel gemeint. Bernd, der Bus, ist ein Benziner.
Anyway, ist meiner und ich kann mich stolze Besitzerin eines VW Bus nennen.
Zumindest bis zur ersten Tour. Danach wollt ich Bernd nämlich am liebsten wieder loswerden.
Es ist nämlich so mit 30 Jahren alten Autos, die haben durchaus ihre Macken. Nur lernt man sie aber erst kennen, wenn man damit unterwegs ist. Da geht bei 30 Grad schon mal der nachträglich eingebaute elektrische Fensterheber nicht. Klimaanlage gibts eh nicht. Auch die nachträglich montierte Zentralverriegelung spinnt und verriegelt sich immer, sobald man drin sitzt und die Türen schließt. Für mich allein schon ein Grund für einen Nervenzusammenbruch. Immerhin geht ja auch der Fensterheber nicht. Beim viel zu heftigen Schließen, der Seitentür, was nun aber auf Chuck Norris Konto geht (wer das ist, komm ich später noch dazu), ist direkt mal die Innenverkleidung abgefallen. Spätestens da hatten Bernd, der Bus, und ich eine erste Krise.
Aber wenn er dann steht, Chuck Norris versucht das Außenzelt aufzubauen, während ich den dringend benötigten brühwarmen Wein (keine Klima, kein Kühlschrank) im wirklich bequemen Campingstuhl geniesse, lieb ichs einfach. Erinner mich dran, wie schön campen ist. Schlafe nachts wie ein Engel und bin einfach nur happy.
Zumindest solang bis heimwärts seltsame Geräusche von hinten unten zu hören sind und die Lichtmaschine nervend und laut brummt. Immerhin weiß Chuck Norris was zu tun ist. Alle 3 Minuten mit voller Wucht aufs Cockpit hauen. WO IST DER WEIN???
PS: Who the fuck is Chuck Norris? Nun das ist mein Mann, mein Zukünftiger. Sozusagen sein Künstlername in diesem Blog. Und warum Chuck Norris? Weil er gefühlt alles fixen kann. Er mir immer das Gefühl gibt, dass alles zu lösen sei, auch wenn er bestimmt manchmal selbst nicht dran glaubt. Guter Mann.
PPS: Und dann möchte ich ausdrücklich hinterher schieben, dass alle Macken, die Bernd der Bus hat, Bernd, der Spezl auch erwähnt hatte. Ich war es, die ihn unbedingt sofort auf den ersten Tripp entführen wollte, also den Bus, und somit die kleinen, noch geplanten Reparaturen ausfallen ließ. Jaja, hinterher ist man immer schlauer.
Tipp Time! Und dann lass ich euch ab jetzt an meinen Entdeckungen mit konkreten Links teil haben. Erster Tipp, der wunderschöne Campingplatz https://www.camping-laerchwiese.com/ in Südtirol. Idyllisch gelegen, direkt an einer Skipiste. Großartige Sanitäranlagen, mit eigener Pizzeria und Shop und nebenan mit einem netten Restaurant „Mühle“. Wandern kann man direkt ab dem Campingplatz!
(Bilder sind von verschiedenen Plätzen und nicht nur von der Lärchwiese. Das Bild mit den fantastischen Bergen im Hintergrund entstand z.B. in Ehrwald).



