Mein MĂĽnchen. Meine Stadt đź’•

München, du Schöne!

Man kann seit 20 Jahren in dieser Stadt leben und doch ist man jeden Tag aufs neue verzaubert.

Wenn man zum greifen nah die Berge vor der Nase sieht. Wenn du denkst, den Skifahrer erkennen zu können, der seine letzten Schwünge zieht, jetzt kurz bevor es endgültig für diese wunderschöne Skisaison vorbei sein wird.

Das Gipfelkreuz wie es stolz der Sonne entgegen strahlt. Die Mächtigkeit der Alpen, so nah, dass du nicht glauben kannst dass gute 100 km zwischen dir und ihnen liegen. Hier find ich dich besonders schön, München!

Schön bist du auch in all deinen Parks. Ob sie ruhig und verlassen liegen oder mittendrin, ob Flüsse hindurch rauschen oder langsam dahin plätschern. Ob Surfer selbst im Winter ihre Eiswelle surfen und daneben eine Schneeballschlacht stattfindet.

Deine Biergärten. Wo sonst kommt man besser runter als hier, lauschig unter fetten Kastanienbäumen sitzend, wenn du Glück hast noch begleitet von Musik oder ganz bestimmt der Geräuschkulisse lachender, glücklicher Menschen. Vor dir eine riesen Brezn und ne Mass eiskaltes Münchner Bier.

Deine bezaubernden Cafes, verteilt auf die ganze Stadt, als hätte den Laden erst kürzlich Tante Emma dem hippen Nachwuchs übergeben.

Zauberhafte Viertel wie das französische in Haidhausen, wo du dich von einer in die nächste Strasse verlieren könntest, dich ein wenig an Berliner Hinterhöfe erinnert fühlst oder unser Glockenbach mit seinen netten Kneipen und Bars, die immer wieder schliessen und sich dann doch wieder neu erfinden. Das alles gleicht keiner Weltstadt, sondern einem gemütlichen Dorf. Man kann jederzeit einem Bekannten über den Weg laufen, es gibt gemütliche Zeitgenossen in Lederhosn, gleich welchen Alters, wie auch wahnsinnige Grantler mit Hut und Gamsbart drauf.

Unsere Isar an der man so herrlich entspannen kann, wenn man ein ruhiges Plätzchen gefunden hat oder sich mit hunderten anderen halb durchgeräuchert an den Flaucher legen, den Grillduft riechen, der bis weit in die angrenzenden Viertel zieht.

Die Isar entlang radeln unendlich gen Norden, bis die Airbusse greifend nah über deinem Kopf in unsere Weltstadt ziehen oder gen Süden, auf den Isartrails bis in die Berge. Begleitet von Schlauchbooten, die gestartet in Wolfratshausen im Schneckentempo die Isar hinunter plätschern.

Deine Bierfeste, auf denen man soviel Spass wie sonst nirgends haben kann. Wenn du innerhalb von 2 Wochen soviel Bier trinkst, wie sonst in einem Jahr nicht. Du Lieder brüllst, deren Texte du plötzlich kennst, aber nicht weißt woher und du dich noch viel mehr fragst, warum? Es egal ist, ob du am nächsten Tag keine Stimme mehr hast oder mit Tracht ins Büro gehst, weils in München jeder versteht, wenn Wiesn ist.

Deine A8, die so schön du auch bist, München, Wochenende für Wochenende die freizeithungrigen Münchner in die Berge oder an deine wunderschönen umliegenden Seen zieht. Den Stau in Kauf genommen, weil jede Minute, da wo man ankommt, es wert sein wird. Ein kaltes Radler auf irgendeinem Berg, bayrische Menschen, die die Sprache noch so sprechen, wie es sich gehört und wie sie sich traumhaft in meinen Ohren anhört. Dirndl wie Lederhosn das Standardg´wand.

Zurück nach München kommst du immer wieder gern. Zufrieden, glücklich, entspannt. Bist dankbar hier wohnen zu dürfen, wenn es auch langsam zum Privileg wird, weil du so viele Menschen anziehst und deine Mieten nicht mehr zu zahlen sind. Aber für das was man von dir bekommt, bist du´s eigentlich wert.

Auf dich, mein MĂĽnchen! đź’•

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